Smarte Jugendarbeit Info Plattform

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Was ist Smarte Jugendarbeit?

Smarte Jugendarbeit – nur ein weiteres Label für digitale Jugendarbeit? Keinesfalls…

 Junge Menschen unterscheiden nicht zwischen physischen und digitalen Räumen. Eine heute wirksame Jugendarbeit muss daher eine Smarte Jugendarbeit sein, die digitale und physische Lebenswelten in ihrer Praxis verknüpft und sich somit als „hybrid“ versteht. Sie nutzt digitale Medien und Technologien und setzt sich mit Themen der Digitalität gemeinsam mit ihren Adressat*innen auseinander. Smarte Jugendarbeit unterscheidet sich dabei in ihren Zielen und Werten nicht von einer reinen Face-to-face-Jugendarbeit.

Für die Umsetzung Smarter Jugendarbeit werden digitale Medien in verschiedenen Dimensionen gedacht: 

 

Werkzeug

Digitale Medien erfüllen einen bestimmten Zweck. Um junge Menschen besser erreichen zu können, stellt sich zum Beispiel die Frage mit welchem Messenger Dienst dies gelingen kann.

Aktivität

Digitale Medien werden gemeinsam mit den Adressat:innen genutzt. Im Fokus steht hier ein learning by doing.

Inhalt

Digitale Medien werden in Form einer inhaltlichen Auseinandersetzung thematisiert, zum Beispiel bei einem Gespräch mit Adressat:innen über Datensicherheit.

Und diese Dimensionen können auf verschiedenen Ebenen wirken:

Qualität

Auf der Ebene der Qualität wird vorrangig die Praxis in den Blick genommen mit dem Fokus auf Bedarfe und Bedürfnisse von Adressat*innen, die Rolle und Befähigung von Fachkräften, die Aufstellung der Träger(strukturen), das Einhalten der rechtlichen Rahmenbedingungen (DSGVO) und den notwendigen Ressourcen, welche im Rahmen von Digitalisierung vorhanden, aber auch notwendig sind.

Forschung

Auf der Ebene der Forschung geht es vor allem um (sozialräumliche) Analysen, die digitale Räume als Lebenswelten anerkennen und einbeziehen, und um Digitalisierung einbindende Konzept-entwicklung für Projekte, Angebote und Träger.

Politik

Auf der Politik-Ebene geht es um Handlungsfeld übergreifende Vernetzung, um das klare Benennen von Notwendig-keiten und Voraussetzungen für eine gelingende Smarte Jugendarbeit, um die Einbindung Smarter Jugendarbeit in Jugendhilfeplanungen sowie um die Schaffung von digitalen Beteiligungs-möglichkeiten für junge Menschen an sie betreffenden Entscheidungen (auch über den Rahmen von Jugendarbeit hinaus).